Wo das iPhone den Akkuzustand anzeigt
EinstellungenBatterieBatteriezustand
Bei älteren Modellen und iOS-Versionen heißt der letzte Punkt „Batteriezustand & Ladevorgang“. Ganz oben steht die maximale Kapazität: wie viel Energie der Akku im Vergleich zum Neuzustand noch speichern kann. Ein neuer Akku hat 100 %, danach sinkt der Wert langsam.
Die Zahl wird oft mit dem Ladestand verwechselt. Ein Akku mit 82 % Kapazität lässt sich trotzdem auf 100 % laden – er hält dann nur kürzer, weil 100 % eben weniger Energie sind als früher.
Darunter steht ein Satz zur Höchstleistung. Er ist wichtiger, als er aussieht: Hier meldet iOS, ob das iPhone schon einmal wegen des Akkus unerwartet ausgegangen ist und ob es deshalb die Leistung zurücknimmt. Hat sich der Zustand deutlich verschlechtert, schreibt iOS das ausdrücklich dazu und empfiehlt den Tausch.
Ladezyklen: ab dem iPhone 15 direkt in den Einstellungen
EinstellungenAllgemeinInfo
Beim iPhone 15 und neueren Modellen steht dort im Abschnitt „Batterie“ die Zyklusanzahl, dazu das Herstellungsdatum des Akkus und das Datum der ersten Verwendung. Ein Zyklus ist einmal 100 % verbrauchte Ladung, egal wie sie sich verteilt: Wer an zwei Tagen je die Hälfte verbraucht und nachlädt, hat einen Zyklus hinter sich, nicht zwei.
Ältere iPhones zeigen die Zyklen in den Einstellungen nicht an. Über die Analysedaten lässt sich die Zahl zwar herausfinden, das ist aber mühsam – und für die Entscheidung genügt der Prozentwert fast immer.
Was die 80 % bedeuten
Apple legt iPhone-Akkus so aus, dass sie unter idealen Bedingungen nach einer bestimmten Zahl vollständiger Ladezyklen noch 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität haben: beim iPhone 14 und älteren Modellen nach 500 Zyklen, ab dem iPhone 15 nach 1.000 Zyklen (Apple Support: iPhone-Batterie und -Leistung).
80 % sind also keine Grenze, an der der Akku kaputtgeht, sondern ein Auslegungswert. Apple zieht dort trotzdem eine Linie: Wer AppleCare+ hat, bekommt den Akku kostenlos getauscht, wenn die Kapazität unter 80 % sinkt (Apple Support: iPhone-Batterieaustausch).
Im Alltag fühlt sich ein Akku mit 80 % oft schlechter an, als die Zahl vermuten lässt. Ein gealterter Akku speichert nicht nur weniger, auch sein Innenwiderstand steigt. Unter Last – Kamera, Navigation, ein Spiel – bricht die Spannung dann stärker ein, und die Anzeige fällt schneller, als Sie es von früher kennen. „Ideale Bedingungen“ heißt außerdem: nicht dauernd warm. Ein iPhone, das jeden Sommer im Auto liegt, erreicht die 80 % früher.
Warum ein altes iPhone langsamer wird oder bei 30 % ausgeht
Für Sekundenbruchteile zieht ein iPhone sehr viel Strom, etwa wenn die Kamera startet. Ein frischer Akku liefert das mühelos. Ein gealterter Akku kann die Spannung dabei nicht halten, und das iPhone schaltet sich zum Schutz der Elektronik ab – auch wenn die Anzeige noch 30 % zeigt. Die Ladung ist dann nicht verschwunden. Der Akku kann sie nur nicht schnell genug abgeben.
Nach so einem unerwarteten Ausschalten schaltet iOS das Leistungsmanagement ein. Es dämpft die Lastspitzen, und das merken Sie: Apps starten langsamer, beim Scrollen sinkt die Bildrate, das Display wird etwas dunkler, der Lautsprecher leiser, im Extremfall ist der Kamerablitz deaktiviert. Telefonate, Fotoqualität, GPS und Apple Pay sind laut Apple nicht betroffen. Bei neueren Modellen fällt die Drosselung weniger auf, weil Hard- und Software den Strombedarf genauer abschätzen.
Unter „Batteriezustand“ lässt sich das Leistungsmanagement ausschalten. Beim nächsten unerwarteten Ausschalten ist es wieder aktiv. Das eigentliche Problem löst nur ein neuer Akku.
Kälte verstärkt den Effekt, weil der Innenwiderstand bei niedrigen Temperaturen weiter steigt. Deshalb gehen alte iPhones im Winter draußen oft schon bei einem Ladestand aus, mit dem sie im Warmen noch Stunden gelaufen wären.
Woran Sie einen müden Akku im Alltag merken
Nicht jeder schaut regelmäßig in die Einstellungen. Diese Zeichen deuten auf einen verschlissenen Akku hin:
- Das iPhone geht bei 20 oder 30 % aus und lässt sich erst am Ladekabel wieder einschalten.
- Die Anzeige springt, etwa von 40 auf 15 %, oder bleibt lange bei 1 % stehen.
- Morgens voll geladen, am frühen Nachmittag wieder am Kabel – bei gleicher Nutzung wie früher.
- Mit Kamera oder Navigation fällt der Ladestand in wenigen Minuten sichtbar.
- Apps starten zäher als früher, obwohl der Speicher nicht voll ist.
Sofort handeln
Wenn sich das Display anhebt
Klafft zwischen Rahmen und Display ein Spalt oder hebt sich das Glas an einer Kante, drückt vermutlich ein aufgeblähter Akku von innen. Laden Sie das iPhone dann nicht mehr, drücken Sie nicht auf das Display und lassen Sie den Akku bald tauschen. Bevor Sie es einschicken, stellen Sie uns bitte Ihre Anfrage: Für beschädigte Akkus gelten beim Versand eigene Regeln.
Was nach einem Akkutausch angezeigt wird
Seit iOS 15.2 führt das iPhone einen Teile- und Serviceverlauf. Er erscheint, sobald ein Teil getauscht wurde, und zwar hier:
EinstellungenAllgemeinInfo
Für den Akku kennt iOS dort vier Einträge (Apple Support: Teile- und Serviceverlauf):
- Original
- Originalteil von Apple, mit Apples Verfahren eingebaut.
- Reparatur abschließen
- Ein neuer Originalakku steckt im iPhone, die Reparatur ist aber noch nicht mit Apples Reparaturassistenten abgeschlossen. Das gibt es ab dem iPhone 12 und beim iPhone SE (3. Generation).
- Unbekanntes Teil
- Kein Originalteil, oder das Teil lässt sich nicht prüfen. Unter iOS 15.1 und älter erschien stattdessen die „Wichtige Batterienachricht“.
- Gebraucht
- Ab dem iPhone 15 mit iOS 18: Der Akku war schon in einem anderen iPhone eingebaut.
Für die Anzeige heißt das: Kann iOS den Akku nicht als Originalakku bestätigen, sind die Angaben zum Batteriezustand laut Apple möglicherweise ungenau (Apple Support: iPhone-Originalakkus). Oft zeigt iOS dann gar keinen Prozentwert mehr an. Der Hinweis selbst schränkt das iPhone nicht ein, es lädt und läuft normal.
Welcher Akku bei Ihrem Modell eingebaut wird, steht in unserer Preisliste bei jedem Gerät: „Original Apple“ oder „Nachbau-Akku“, ein hochwertiges Nachbauteil. Einen Originalakku kalibrieren wir nach dem Einbau mit Apples Reparaturassistent, danach zeigt das iPhone keine Fehlermeldung; es braucht dafür WLAN, mehr als 20 % Ladung und die aktuelle iOS-Version (Apple Support: Reparaturassistent). Mit einem Nachbau-Akku bleibt der Hinweis „Unbekanntes Teil“ stehen. Ausführlich: „Unbekanntes Teil“ im iPhone.
Faustregel: Wann sich der Tausch lohnt
Tauschen Sie den Akku, wenn eines davon zutrifft: Die maximale Kapazität liegt unter 80 %, iOS meldet einen deutlich verschlechterten Zustand, oder das iPhone ist schon einmal unerwartet ausgegangen. Zwischen 80 und 85 % entscheidet die Laufzeit. Reicht sie Ihnen bis zum Abend, können Sie in Ruhe warten und in ein paar Monaten wieder nachsehen.
Ob sich der Tausch rechnet, hängt vom Gerät ab. Ist das iPhone sonst in Ordnung und bekommt es noch Updates, ist ein neuer Akku meist deutlich günstiger als ein neues Gerät – und die volle Leistung ist danach wieder da. Bei sehr alten Modellen hilft unser Ratgeber Reparieren oder neu kaufen?
Bei uns kostet der Akku-Tausch für ein iPhone je nach Modell zwischen 59 € und 149 €, als Festpreis inkl. MwSt. mit Einbau, Arbeitszeit etwa 45 Minuten. Einige Beispiele:
- iPhone 17 Premium 99 €
- iPhone 16 Premium 79 €
- iPhone 15 Premium 79 €
- iPhone 14 Premium 79 €
- iPhone 13 Premium 69 €
- iPhone 12 Premium 69 €
- iPhone 11 Premium 69 €
- iPhone SE (3. Generation, 2022) Premium 59 €
Beim Einbau bekommt der neue Akku frischen Kleber und der Rahmen eine neue Klebedichtung. Wie der Tausch in der Werkstatt abläuft, steht auf der Seite iPhone-Akku-Tausch.
Akku-Tausch buchen Preise aller iPhones
Hat das Display auch einen Sprung, lohnt ein gemeinsamer Auftrag: Jede weitere Reparatur am selben Gerät kostet 0 % weniger (iPhone-Display-Reparatur). Alle Reparaturen je Modell stehen in der Übersicht der iPhone-Modelle; für Samsung, Google und andere Marken gibt es den Handy-Akku-Tausch.
Akku und Speicher sind getrennte Bauteile, Ihre Daten bleiben beim Tausch in der Regel erhalten. Sichern Sie das iPhone trotzdem vorher, zum Beispiel in iCloud oder am Computer: Daten sichern vor der Reparatur.
So hält der Akku länger
Optimiertes Laden lernt, wann Sie das iPhone morgens vom Kabel nehmen, hält den Akku über Nacht bei 80 % und lädt erst kurz vorher voll. Beim iPhone 14 und älter finden Sie den Schalter hier:
EinstellungenBatterieBatteriezustand & Ladevorgang
Ab dem iPhone 15 liegt er unter
EinstellungenBatterieLaden
Dort lässt sich zusätzlich ein Ladelimit zwischen 80 und 100 % in 5-Prozent-Schritten einstellen (Apple Support: Ladelimit und optimiertes Laden). Wer abends noch reichlich Ladung übrig hat, kommt mit 85 % gut aus und schont den Akku.
Hitze schadet dem Akku dauerhaft. Apple nennt 16 bis 22 °C Umgebungstemperatur als ideal und rät, das iPhone keinen Temperaturen über 35 °C auszusetzen, weil das die Kapazität bleibend verringern kann (Apple: Batterien – Leistung maximieren). Lassen Sie das iPhone im Sommer nicht auf dem Armaturenbrett liegen, und nehmen Sie es aus einer dicken Hülle, wenn es beim Laden heiß wird – etwa während der Navigation im Auto. Soll es länger in der Schublade liegen, laden Sie es vorher etwa zur Hälfte.
Wenig bringt es dagegen, den Akku regelmäßig ganz leer laufen zu lassen. Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memory-Effekt, und tiefe Entladung belastet sie eher.