Vor dem Versand: sichern, Code, SIM und Hülle
Ein paar Minuten Vorbereitung ersparen später Rückfragen – und Ihnen den Ärger, wenn doch etwas verloren geht.
Daten sichern, solange das Handy startet
Bei einem Display-, Akku- oder Ladebuchsentausch bleiben die Daten in aller Regel auf dem Gerät. Zusagen kann das trotzdem niemand, denn manchmal zeigt sich erst beim Öffnen, dass mehr betroffen ist. Sichern Sie deshalb vorher: ein iPhone in die iCloud oder auf den Rechner, ein Android-Handy ins Google-Konto, wichtige Fotos zusätzlich auf den Computer. Schritt für Schritt: Daten sichern vor der Reparatur. Startet das Handy nicht mehr, schicken Sie es so, wie es ist.
Den Code brauchen wir nur für den Test
Nach der Reparatur prüfen wir Touchscreen, Kameras, Ton und Laden im laufenden System. Dafür hilft der Entsperrcode. Sie können ihn bei der Buchung angeben; ohne ihn testen wir, soweit es geht. Bitte schreiben Sie ihn nicht außen auf das Paket.
SIM-Karte, Speicherkarte und Hülle behalten Sie
Nehmen Sie SIM-Karte und Speicherkarte heraus, dann bleiben Sie mit einem Zweithandy erreichbar, und die Fotos auf der Karte reisen nicht mit. Die leere Kartenschublade stecken Sie wieder ein, sie verschließt die Öffnung im Rahmen. Eine eSIM bleibt auf dem Gerät. Hülle und Ringhalter nehmen Sie ab und behalten sie; für die Reparatur müssten wir sie ohnehin abnehmen.
Verpacken: nichts darf wackeln
Ein Paket wird unterwegs mehrfach umgeladen, gestapelt und auch mal fallen gelassen. Was im Karton rutschen kann, schlägt bei jedem Stoß gegen die Wand.
Wickeln Sie das Handy in zwei, drei Lagen Luftpolsterfolie oder in ein dickes Tuch. Dann kommt es in einen stabilen Karton, der ringsum ein paar Zentimeter größer ist als das eingewickelte Gerät. Die Lücken füllen Sie mit zerknülltem Papier, Zeitungspapier genügt. Das Handy soll in der Mitte liegen und keine Kartonwand berühren.
Zum Schluss der Schütteltest: Karton schließen, einmal kräftig schütteln. Hören oder spüren Sie etwas rutschen, fehlt Füllmaterial.
- Luftpolsterumschlag
- Schützt vor Kratzern, nicht vor Druck. In der Sortierung liegen andere Pakete darauf, und ein Handy mit bereits gesprungenem Glas bricht dann weiter.
- Originalschachtel des Handys
- Gut als innere Hülle, allein zu dünn. Stecken Sie sie mit Polster in einen Versandkarton.
- Stabiler Karton mit Polster
- So soll es sein. Ein gebrauchter Karton geht auch, wenn er nicht eingedrückt oder durchgeweicht ist.
Legen Sie den Zettel mit der Auftragsnummer aus Ihrer Bestätigung obenauf, damit er beim Öffnen als Erstes zu sehen ist. Ihr Name und eine Telefonnummer dazu schaden nicht.
Das Versandlabel kommt per E-Mail
Nach der Buchung bekommen Sie eine Bestätigung mit Auftragsnummer, Packhinweisen und dem Versandlabel. Hin- und Rückversand innerhalb Deutschlands sind für Sie kostenlos.
Drucken Sie das Label aus und kleben Sie es flach auf die größte Seite des Kartons, ohne dass Klebeband über den Strichcode läuft. Bei einem gebrauchten Karton entfernen oder überkleben Sie alle alten Etiketten und Strichcodes, sonst liest der Scanner womöglich die falsche Adresse. Den Beleg, den Sie bei der Abgabe bekommen, heben Sie auf, bis Ihre Statusseite zeigt, dass das Paket bei uns ist.
Gewölbter oder beschädigter Akku, nasses Gerät
Bitte erst schreiben
Ist der Akku aufgebläht, drückt er Display oder Rückseite nach außen: Das Gehäuse klafft an einer Kante, das Display hebt sich, das Handy liegt nicht mehr flach auf dem Tisch. Ein solcher Akku ist beschädigt, genauso wie einer, der süßlich riecht, ohne Grund heiß wird oder aus dem Flüssigkeit austritt. DHL etwa schließt beschädigte Lithium-Akkus vom Paketversand aus, auch wenn sie in einem Gerät stecken, und unter Druck können sie sich stark erhitzen.
Schicken Sie ein solches Gerät nicht einfach los. Stellen Sie uns Ihre Anfrage, dann besprechen wir, wie es zu uns kommt. Bis dahin: nicht laden, nicht einschalten, nicht auf die Wölbung drücken, auf einer nicht brennbaren Unterlage wie Fliesen ablegen. Mehr dazu: Akku aufgebläht: was jetzt zu tun ist.
Nach einem Wasserschaden
Ein nasses Handy können Sie normal schicken, am besten gleich. Ausschalten, nicht laden, abtropfen lassen und in Küchenpapier und ein Tuch wickeln, nicht luftdicht in Folie oder einen Gefrierbeutel. Im Karton polstern Sie wie oben. Was Sie bis dahin tun sollten und was lieber nicht: Handy ins Wasser gefallen.
Was bei uns passiert, wenn das Paket ankommt
Ihr Paket geht direkt in unsere Werkstatt in Halver. Jeden Schritt sehen Sie auf Ihrer persönlichen Statusseite, den Link dazu bekommen Sie mit der Buchung.
- EingangWir packen aus, gleichen das Gerät mit Ihrer Buchung ab und vermerken den Eingang. Ab jetzt zeigt Ihre Statusseite, dass das Paket angekommen ist.
- DiagnoseWir prüfen, ob der Fehler dem entspricht, den Sie gebucht haben, und ob noch etwas anderes betroffen ist. Wo nötig, sehen wir uns die Platine unter dem Mikroskop an.
- Rückfrage bei MehraufwandFinden wir mehr als gedacht, melden wir uns, bevor wir weitermachen. Den Kostenvoranschlag sehen Sie im Kundenportal und nehmen ihn dort an oder lehnen ab. Ohne Ihre Zustimmung reparieren wir nichts, was mehr kostet; auf Wunsch geht das Gerät unrepariert zurück.
- Reparatur und TestReparatur zum vereinbarten Festpreis, danach der Funktionstest. Die Rechnung kommt per E-Mail, bevor Ihr Gerät zurückgeht; alternativ bezahlen Sie schon bei der Buchung online.
- RückversandVersichert und mit Sendungsnummer zurück zu Ihnen.
In der Regel ist ein eingeschicktes Gerät 24 bis 48 Stunden nach Eingang wieder unterwegs. Länger dauert es, wenn ein Teil bestellt werden muss oder wir auf Ihre Antwort zum Kostenvoranschlag warten. Den Stand fragen Sie jederzeit mit Ihrer Auftragsnummer ab: Auftrag verfolgen.
Rückversand: versichert und mit Sendungsnummer
Ihr Gerät geht versichert zurück, die Sendungsnummer steht im Kundenportal. Ist das Paket bei der Zustellung sichtbar beschädigt, fotografieren Sie es vor dem Öffnen und melden Sie sich gleich bei uns; als Absender reklamieren wir den Schaden beim Paketdienst.
Probieren Sie das Gerät nach dem Auspacken in Ruhe aus: SIM-Karte einlegen, telefonieren, laden, fotografieren. Fällt Ihnen etwas auf, melden Sie sich über unsere Anfrage. Auf jede Reparatur geben wir 24 Monate Garantie – auf Akkus 6 Monate, auf Nachbau-Displays 12 Monate.
Laptop, Tablet und Konsole: was anders ist
Größere Geräte vertragen Stöße schlechter, als man denkt. Die Regeln bleiben dieselben, dazu kommen ein paar Eigenheiten.
- Tablet
- Die große Glasfläche ist die Schwachstelle. Legen Sie vor Display und Rückseite je ein Stück feste Pappe, dann erst die Luftpolsterfolie. Der Karton muss so steif sein, dass er sich beim Anheben nicht durchbiegt. Eingabestift und Tastaturhülle behalten Sie. Preise je Modell: Tablet-Reparatur.
- Laptop und MacBook
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Zugeklappt verschicken und nichts zwischen Tastatur und Display legen: Schon ein Stift drückt beim Zuklappen auf das Panel und hinterlässt einen Riss. USB-Sticks und Speicherkarten ziehen Sie ab. Eine Laptoptasche ersetzt den Karton nicht; am besten ist der Originalkarton mit seinen Einlagen, sonst ringsum Polster wie beim Handy.
Sichern Sie Ihre Daten vorher, am Mac etwa mit Time Machine. Ist unter Windows BitLocker aktiv, halten Sie den Wiederherstellungsschlüssel bereit (meist im Microsoft-Konto); nach Arbeiten an der Platine kann Windows beim Start danach fragen. Mehr unter Laptop- und MacBook-Reparatur.
- Konsole
- Nehmen Sie die Disc aus dem Laufwerk, bevor Sie ausschalten; lose im Laufwerk zerkratzt sie auf dem Weg. Konsolen sind schwer, darum mehrere Lagen Luftpolsterfolie statt nur Papier, und der Karton muss das Gewicht tragen. Ideal ist auch hier der Originalkarton mit Einlagen. Controller behalten Sie, es sei denn, der Fehler liegt am Controller. Mehr unter Konsolen-Reparatur und im Ratgeber PS5 zeigt kein Bild.