Zwei Fragen, eine Rechnung
Ein neues Gerät wirkt oft wie die sichere Wahl. Ob es auch die günstigere ist, zeigen zwei Fragen. Die Zahlen dafür setzen Sie selbst ein – was Ihr Gerät noch wert ist und was Sie als Ersatz kaufen würden, wissen Sie am besten.
1Ist das Gerät repariert mehr wert, als die Reparatur kostet?
Sehen Sie nach, was Ihr Modell in gutem Zustand gebraucht bringt, etwa auf Verkaufsplattformen oder bei Ankaufdiensten. Ziehen Sie davon ab, was Ihnen jemand für das Gerät im jetzigen, defekten Zustand zahlen würde. Bleibt mehr übrig als der Reparaturpreis, lohnt sich die Reparatur sogar dann, wenn Sie das Gerät danach verkaufen wollen.
2Was kostet Sie jedes weitere Jahr?
Teilen Sie den Reparaturpreis durch die Jahre, die Sie das Gerät danach noch nutzen wollen – und können. Dasselbe rechnen Sie für den Ersatz: Kaufpreis minus das, was Sie für das alte Gerät bekommen, geteilt durch die Jahre, die Sie ihn nutzen würden. Der kleinere Betrag pro Jahr gewinnt.
Zwei Stellen entscheiden, ob die Rechnung ehrlich ausfällt. Als Ersatz zählt nicht das neueste Spitzenmodell, sondern das Gerät, das Sie tatsächlich kaufen würden. Und bei den Jahren zählt, wie lange Ihr Gerät noch Sicherheitsupdates bekommt. Länger sollten Sie es für Banking, Mails und Messenger nicht einplanen.
Selbst nachrechnen
Tragen Sie Ihre Zahlen ein. Den Reparaturpreis können Sie aus unseren Beispielen übernehmen oder von der Seite Ihres Modells abschreiben. Der Rechner läuft nur in Ihrem Browser; nichts wird gespeichert oder gesendet.
- Reparieren, je Jahr
- –
- Neu kaufen, je Jahr
- –
- Repariert statt defekt verkaufen
- –
Tragen Sie Preise und Jahre auf beiden Seiten ein, dann steht hier das Ergebnis.
Vereinfacht gerechnet: Was ein Gerät nach Ablauf der Jahre noch wert ist, bleibt auf beiden Seiten außen vor.
Was Display und Akku bei uns kosten
Für die erste Zeile der Rechnung brauchen Sie den Reparaturpreis. Bei uns ist das ein Festpreis inklusive Mehrwertsteuer, Teil und Einbau; die Qualität des Ersatzteils steht dabei. Hier Display und Akku für einige verbreitete Modelle.
| Modell | Display | Akku | Beides |
|---|---|---|---|
| iPhone 16erschienen 2024 | 159 €Premium | 79 €Premium | 208 €statt 238 € |
| Galaxy S24erschienen 2024 | 189 €Original | 79 €Original | 238 €statt 268 € |
| Galaxy A55erschienen 2024 | 139 €Original | 79 €Original | 188 €statt 218 € |
| iPhone 15erschienen 2023 | 159 €Premium | 79 €Premium | 208 €statt 238 € |
| Pixel 8erschienen 2023 | 209 €Original | 109 €Original | 288 €statt 318 € |
| iPhone 13erschienen 2021 | 139 €Premium | 69 €Premium | 178 €statt 208 € |
| iPhone 11erschienen 2019 | 119 €Original Apple | 69 €Premium | 158 €statt 188 € |
Bei Laptops sind die Teile größer und teurer, die Rechnung bleibt dieselbe. Einige MacBooks zum Vergleich:
| Modell | Display | Akku | Beides |
|---|---|---|---|
| MacBook Air (M1, 2020)erschienen 2020 | 519 €Premium | 199 €Premium | 688 €statt 718 € |
| MacBook Pro 13" (M1, 2020)erschienen 2020 | 559 €Premium | 189 €Premium | 718 €statt 748 € |
| MacBook Air 13" (2019)erschienen 2019 | 539 €Premium | 109 € | 618 €statt 648 € |
Die Preise aller Modelle stehen in den Übersichten für Smartphones, Tablets und Laptops, gebündelt auch auf den Seiten zur Handy-Display-Reparatur, zum iPhone-Akku-Tausch und zur MacBook-Display-Reparatur.
Wann die Reparatur klar vorn liegt
Der Akku ist verbraucht
Ein Akku ist ein Verschleißteil. Nach einigen Hundert Ladezyklen speichert er merklich weniger, das Gerät wird langsamer oder geht bei 20 % aus. Display, Kamera und Platine betrifft das nicht. Ein neuer Akku für das iPhone 11 aus dem Jahr 2019 kostet bei uns 69 €. Danach hält das Gerät wieder spürbar länger durch. Ob es bei Ihrem iPhone so weit ist, zeigt der Akkuzustand; die Preise stehen beim iPhone-Akku-Tausch und beim Handy-Akku-Tausch für andere Marken.
Das Glas ist gebrochen, das Gerät noch jung
Nach einem Sturz ist meist nur das Display betroffen; Speicher, Kamera und Platine bleiben heil. Bei einem Gerät, das zwei oder drei Jahre alt ist und noch lange Updates bekommt, spricht die Rechnung in aller Regel für das neue Display. Warten Sie damit nicht zu lange: Durch Risse zieht Feuchtigkeit ein, und lose Splitter können den Touchsensor weiter beschädigen. Mehr dazu im Ratgeber Display gesprungen.
Auf dem Gerät liegen Daten ohne Sicherung
Fotos, Chatverläufe, Zugänge für die Zwei-Faktor-Anmeldung: Ist davon nichts gesichert, geht es nicht mehr um den Gerätewert, denn ein neues Handy bringt die Daten nicht zurück. Oft genügt es, das defekte Gerät so weit zu reparieren, dass es wieder startet, und die Daten dann zu übertragen. Startet es gar nicht mehr, hilft die Datenrettung. Bei Handys und Tablets beginnt sie bei 349 €, aufwendige Fälle kosten 499 €.
Wenn der Schaden unklar ist
Nach Wasser oder einem schweren Sturz lässt sich die Rechnung erst nach der Diagnose aufstellen. Korrosion auf der Platine sieht man unter dem Mikroskop, nicht von außen. Sie bekommen danach einen Kostenvoranschlag und entscheiden, bevor wir reparieren – bei einem Wasserschaden möglichst schnell, denn die Korrosion arbeitet weiter.
Wann ein neues Gerät die bessere Wahl ist
Nicht jede Reparatur ist sinnvoll, nur weil sie möglich ist. In diesen Fällen raten wir eher zu einem neuen Gerät.
Es kommen keine Sicherheitsupdates mehr
Ein Handy ohne Sicherheitsupdates bleibt für Online-Banking, Mails und Messenger ein Risiko, egal wie gut Display und Akku sind. Den Stand lesen Sie hier ab:
- iPhone
- EinstellungenAllgemeinSoftwareupdate
- Android
- EinstellungenSicherheit
Beim iPhone steht dort die installierte iOS-Version. Meldet das iPhone „auf dem neuesten Stand“, obwohl aktuelle iPhones schon eine höhere Hauptversion haben, bekommt es keine neuen Versionen mehr, höchstens noch einzelne Sicherheitsupdates. Welche Versionen Apple noch absichert, steht in Apples Liste der Sicherheitsupdates.
Bei Android-Geräten steht dort meist das Datum des letzten Sicherheitspatches; je nach Hersteller heißt der Menüpunkt auch „Sicherheit und Datenschutz“. Liegt das Datum viele Monate zurück und kommt nichts mehr nach, ist das Gerät am Ende seiner Versorgung.
Bei neueren Geräten sieht es besser aus. Für Smartphones und Tablets, die seit dem 20. Juni 2025 in der EU in Verkehr gebracht werden, verpflichtet die Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 die Hersteller, Betriebssystem-Updates bis mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsende des Modells bereitzustellen (Verordnung bei EUR-Lex). Für ältere Modelle entscheidet der Hersteller allein.
Als Zweitgerät kann ein solches Handy trotzdem weiterlaufen: als Wecker, als Navi oder für Musik im Auto, ohne Banking-App. Dafür reicht oft ein günstiger Akku.
Mehrere teure Schäden an einem älteren Gerät
Display, Rückseite und Kamera auf einmal – dann nähert sich die Summe schnell dem Preis eines gleichwertigen Ersatzes. Der Kombi-Nachlass hilft, aber rechnen Sie hier besonders genau nach.
Das Gerät reicht Ihnen ohnehin nicht mehr
Ist der Speicher dauernd voll oder laufen Ihre Apps nur noch zäh, obwohl der Akku in Ordnung ist, behebt eine Reparatur das nicht. Dann ist das Geld im Ersatz besser angelegt. Ob sich die Reparatur des alten Geräts vor dem Verkauf noch lohnt, zeigt die erste Frage oben.
Zwei Schäden, ein Auftrag: der Kombi-Nachlass
Hat der Sturz nicht nur das Display erwischt, sondern auch Kameraglas oder Rückseite, oder ist der Akku ohnehin schwach, erledigen Sie am besten alles in einem Auftrag. Das Gerät wird dann nur einmal geöffnet und wieder verschlossen.
Für das nächste Mal: Geräteschutz
Wer einmal ein Display bezahlt hat, überlegt, ob sich das absichern lässt. Wir sind Partner von WERTGARANTIE: Mit einem Geräteschutz sind Reparaturen nach Bruch, Sturz oder Wasserschaden je nach Tarif abgesichert. Im Schadenfall reparieren wir, die Abwicklung läuft über WERTGARANTIE.
Ob sich das rechnet, ist dieselbe Frage wie oben, nur nach vorn gedacht: der Beitrag über die Laufzeit gegen die Reparaturen, die Sie in dieser Zeit erwarten. Wie oft Ihnen ein Handy herunterfällt, wissen Sie selbst am besten. Abschluss und Bedingungen laufen direkt bei WERTGARANTIE; mehr auf unserer Seite zum Geräteschutz.